Niedertemperatur-Konvertierung (LTC)

Die Niedertemperaturumwandlung (Low Temperature Conversion, LTC) ist ein thermokatalytischer Prozess, der in einem geschlossenen Luftstromsystem ohne externe Luftzufuhr betrieben wird, d.h. es findet keine Verbrennung oder Oxidation statt. Dies ist ein 100% chemischer Prozess. Dies bedeutet auch, dass die Wartung auf einem Mindestniveau gehalten werden kann, was die Produktivität, Rentabilität und Haltbarkeit des Systems erhöht.

Durch den schonenden Erhitzungsprozess auf eine Umwandlungstemperatur von weniger als 600°C wird ein modifiziertes synthetisches Gas (äquivalent zu Erdgas) mit einem gleichbleibend hohen Energiewert und hoher Reinheit erzeugt. Andere Technologien basieren auf Verbrennung, mit Temperaturen von 800 – 1200°C und höher, welche viel Energie brauchen und schädliche Emmissionen erzeugen. Dieses synthetische Gas kann verwendet werden, um Gasverbrennungsmotoren und/oder Turbinen anzutreiben, um elektrische Energie zu erzeugen. Die Umwandlung in biologische Heizöle und Brennstoffe ist ebenfalls möglich. Grundsätzlich ermöglicht diese Technologie die Umwandlung von organischen Rückständen in wieder verwendbare energetische Komponenten und Materialien.

Das LTC-Verfahren wandelt bis zu 98 % der Rückstände in synthetisches Gas um, wobei herkömmliche Verfahren, die zur Stromerzeugung betrieben werden, ein Umwandlungsniveau von maximal 45 % erreichen. 

Weniger als 5 % der recycelten Abfallstoffe wie Stahl und Ruß bleiben erhalten. Diese Reste sind biologisch abbaubar, können weiterverarbeitet und zur Wiederverwendung wieder auf den Markt zurück verkauft werden.